Die Straße des heiligen Johannes von Nepomuk führt über 5 Stationen von der Pfarrkirche über den Hauptplatz entlang der Brucker Straße bis zur Kapelle in Laufnitzdorf.
1. Station: Nepomuk-Kanzel in der Pfarrkirche
An der rechten Seite der 1701 eingeweihten Frohnleitner Pfarrkirche befindet sich eine nicht begehbare Kanzel, an deren Rückwand ein Bild den heiligen Nepomuk zeigt. Auf dem Relief des Kanzelkorbes ist der Sturz des Heiligen in die Moldau dargestellt. Sitzende Engel flankieren die Kanzel. Ein Engel weist symbolisch auf die Wahrung des Beichtgeheimnisses hin.
2. Station: Nepomuk-Figur auf der Mariensäule
Mit dem Bau der Säule durch den bekannten Barockbildhauer Johann Jacob Schoy haben die Frohnleitner Bürger der Himmelfahrt Mariens ihre Ehrerbietung erwiesen. Im unteren Teil des denkmalgeschützten Kunstwerks ist ganz rechts außen eine Sandsteinfigur des heiligen Johannes Nepomuk mit dem Kruzifix in der Hand zu sehen.
3. Station: Nepomuk-Statue in Rothleiten
Diese Sandsteinstatue steht vor dem Gasthof „Zum Jäger“ der Familie Dirnbacher unmittelbar vor der Gamsbach-Brücke in Rothleiten. Sie wurde vor rund 250 Jahren auf einem Straßengrundstück des Landes Steiermark errichtet. Im Jahr 2000 rettete sie Karl Dirnbacher vor dem Verfall. Er ließ sie in Pöllau restaurieren, 2012 wurde sie Opfer eines Vandalenaktes, aber durch einen Steinrestaurator wieder hergestellt. Im Jahr 2013 ließ Karl Dirnbacher die Nepomuk-Statue gänzlich renovieren und organisierte nach Abschluss der Arbeiten ein großes Fest zu Ehren des heiligen Nepomuk.
4. Station: Nepomuk-Bildstock bei der Auffahrt zur Leutnant Günther-Siedlung
1958 wurde die Brucker Schnellstraße gebaut, Vermutlich im Zuge dieser Arbeiten errichtete man einen neuen Bildstock mit einem Gemälde des heiligen Nepomuk bei der Auffahrt zur Leutnant Günther-Siedlung.
5. Station: Nepomuk-Kapelle in Laufnitzdorf
Diese Kapelle ist die wichtigste Andachtsstätte des Ortsteils. Der Legende nach gab es vor rund 180 Jahren ein fürchterliches Hochwasser, bei dem eine Statue des heiligen Nepomuk angeschwemmt wurde. Ein Knecht fand sie, und man stellte sie mit einem einfachen Kreuz mit Holzdach an der Weggabelung zwischen Dorf und Laufnitzgraben auf. 1966 ersetzten die Ortsbewohner das unansehnlich gewordene Wegkreuz durch einen wunderschönen Kapellen-Neubau.
Die feierliche Einweihung zu Ehren des heiligen Nepomuk erfolgte am 15. Mai 1966 durch Dechant Pater Meinrad Maurer. Zum Gedenktag am 16. Mai wird dort jährlich eine Nepomuk-Messe gefeiert.